Filmempfehlungen zum Windtelefon

28. Februar 2026 Filmempfehlungen zum Windtelefon

Niemals geht man so ganz, irgendwas von dir bleibt hier, es hat seinen Platz, immer bei mir.

 
Das Windtelefon ist Grundlage des Films Voices in the Wind, der im Jahr 2019 in Japan unter er Regie von Nobuhiro Suwa gedreht wurde. Der Originaltitel des Films lautet “Kaze no Denwa” und basiert auf dem Drehbuch von Nobuhiru Suwa und Kyoko Inuaki. Das Drama hat eine Länge von 139 Minuten.
 
 
 

Handlung

Die 17-jährige Haru hat durch die Tsunami 2011 ihre Eltern und ihren jüngeren Bruder verloren. Sie wohnt seitdem bei ihrer Tante in Hiroshima. Nachdem diese als Notfall ins Krankenhaus gekommen ist, bricht für Haru zum zweiten Mal eine Welt zusammen. Die Oberschülerin lässt sich nun treiben und begibt sich schließlich auf die Reise an ihren Heimatort Ōtsuchi. Auf dem Weg helfen ihr verschiedene Erwachsene, die sie zufällig trifft, und sie auf die lange Reise nach Nordjapan streckenweise mitnehmen, sie zum Essen einladen und ihr auch Reisegeld geben. Gestärkt durch die Güte dieser Menschen und die Reise gelangt sie schließlich zu ihrem Elternhaus, von dem nur noch ein paar Grundmauern stehen. Dort spürt sie die große Einsamkeit und den Verlust, nachdem niemand aus ihrer Familie übriggeblieben ist. Aber sie trifft auf ihrem Roadtrip auch andere, die mit ihrer Trauer kämpfen und sie darin bestärken, nicht aufzugeben. Zufällig begegnet sie vor ihrer Rückreise einem Jungen, der zum Windtelefon fährt, um mit seinem verunglückten Vater zu sprechen. Haru schließt sich ihm an. Dem Telefon, das Trauernden die Möglichkeit bietet, mit ihren Verstorbenen zu sprechen, vertraut Haru ihre Gedanken und ihre Ängste an. Schließlich verabschiedet sie sich dort von ihrer Familie und verspricht, sie später, wenn sie selbst eine alte Frau geworden sein wird, wiederzusehen.

Details

Genre: Drama / Roadmovie
Erscheinungsdatum: 24. Januar 2020 (Japan)
Regisseur: Nobuhiro Suwa
Darsteller: Serena Motola (Haru), Hidetoshi Nishijima, Toshiyuki Nishida, Tomokazu Miura
Themen: Resilienz, Trauer, Erinnerung und die Freundlichkeit von Fremden.
Auszeichnungen: Besondere Erwähnung, Generation 14plus bei den 70. Internationalen Filmfestspielen Berlin.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.